Grand Whisky

Skip to Main Content »

Search Site
Spirit im Freihausviertel!

Category Navigation:

You're currently on:

Die Bezeichnung Whisky leitet sich vom gälischen Wort "Uisce Beatha" ab und bedeutet übersetzt Lebenswasser. Über den genauen Ursprung des Whiskys gibt es einige Spekulationen und Streitigkeiten. Sehr früh wurden die alkoholischen Destillate schon in Asien gebrannt. Wie genau der Whisky aber seinen Weg nach Europa und speziell Schottland und Irland fand konnte bis heute noch nicht exakt geklärt werden.

 

Aus dem Jahre 1494 stammt der erste schriftlich festgehaltene Beweis für eine Destillation zur Herstellung von Whisky in Schottland. Der erste schottische Brenner hieß Bruder John Cor. Auch in Irland gab es zu dieser Zeit Hinweise auf eine Whiskybrennerei im Dorf Bushmill, wo im Jahre 1608 die erste gewerbliche Destillerie Irlands gegründet wurde. Bis zum heutigen Tag wird zwischen Schottland und Irland diskutiert, wer früher Whisky hergestellt hat.

 

Nach und nach entstanden unzählige Destillerien, wobei Whisky vor allem noch für den Eigenverbrauch hergestellt wurde. Dieser Whisky hatte nicht in der Qualität wie heutzutage bekannt ist. Der Whisky wurde nicht lange gelagert sondern bald nach dem Brennen konsumiert.

 

Aufgrund der hohen Anzahl an Destillerien erkannte 1644 auch der schottische Staat die potentielle Einnahmequelle und begann Whisky zu besteuern. Die Bevölkerung sah jedoch nicht ein wieso sie auf einmal für die Herstellung ihres Whiskys zahlen sollten und beschlossen größtenteils sich dieser Zahlung zu verweigern. Als der Staat dies wahrnahm, sandte er Steuereintreiber aus, welche für die Einbringung der Abgaben sorgen sollten. Ein Kampf zwischen den Schwarzbrennern und den Steuereintreibern war die Folge. Ähnlich war die Situation auch in Irland, wo der Staat ebenfalls Eintreiber in das Land entsandte um eine erhobene Steuer einzufordern. Durch diese Maßnahme sank allgemein die Qualität des Whiskys, da es bald nur mehr wenige legale Brennerein gab. Diese mussten jedoch um die Steuern zu zahlen an anderen Ecken sparen. Auch das illegale Brennen lieferte in dieser Zeit keinen positiven Beitrag zur Qualität.

 

Anfangs des 18.Jahrhunderts wanderten viele Brenner nach Amerika aus, um der Steuer zu entgehen und dort ihren Whisky herzustellen. So kam der Whisky nach Amerika. Als man realisierte, dass das Land nicht für den Anbau der benötigten Gerste geeignet war, begann man sich nach Alternativen umzusehen. Bei dieser Suche kam man auf den auch in Europa existierenden Roggen und den dort sehr gut anbaubaren Mais. Der Aufschwung des Whiskeys war fast nicht mehr zu bremsen. Der erste Präsident der Vereinigten Staaten George Washington erhob im Jahr 1791 jedoch ebenfalls eine Steuer auf Destillate um Kriegsschulden zu tilgen. Auch hier verweigerten die meisten Leute diese Abgaben zu leisten. Es kam zu einem Aufstand welcher 1794 niedergeschlagen wurde. Auch in Kanada brannten Siedler, ebenfalls mit Roggen, Whiskey. Die Produktion stand jedoch im Schatten der amerikanischen.

 

In Schottland kam es 1823 zu einer Steuersenkung auf Destillate durch den damaligen Herzog. Unter diesen Umständen und der Tatsache ihren Whisky besser verkaufen zu können besannen sich viele illegale Brenner und erkauften sich eine Lizenz.

 

Der schottische Whisky (Scotch) erfuhr eine weite Verbreitung. Der typische rauchige Geschmack war jedoch nicht jedermanns Sache. Speziell die Engländer konnten sich nicht so recht damit anfreunden. Dies freute vor allem die Hersteller aus Irland, welche eine erhöhte Nachfrage nach dem leichteren irischen Whisky verzeichnen konnten.

 

Die steigende Produktionsmenge an Whisky wurde auch durch Entwicklung vorangetrieben. So erfand Robert Stein im Jahre 1826 einen Destillierapparat (Säulenbrennverfahren), mit dem es möglich war schneller, billiger und besser Whisky herzustellen. Dieser Apparat wurde 1831 noch von Aeneas Coffey verbessert.

 

Auch andere Innovationen kamen zum Tragen. So entdeckte der Schotte James Crow die Wirkung der Reifung in neuen, jedoch angekohlten Eichenfässern. Er verbesserte auch das Sour-Mash Verfahren. Zur Abschwächung des rauchigen Geschmacks mischte Andrew Usher, ebenfalls ein Schotte, Malt Whisky mit dem süßeren Grain Whisky. Der Blended Whisky war geboren.

 

1860 schaffte es die Whiskyproduktion in Kanada und trat aus dem Schatten der amerikanischen. Dies ist dem Amerikaner Hiram Walker zu verdanken, welcher in Ontario eine Destillerie gründete. Mit neuer Marktstrategie lieferte er schlussendlich auch in die USA. Diese reagierte ihrerseits mit der Vorgabe, dass dieser Whiskey die Bezeichnung Canadian tragen muss.

 

In Europa verhalf eine Reblausplage im Jahr 1875 dem Whisky, vor allem Blended Whisky wegen seines milderen Geschmackes, zu großer Beliebtheit. Die Plage zerstörte nämlich den Rebbestand und machte somit den Cognacbrennern schwer zu schaffen.

 

Bemühungen die Bezeichnung Scotch Whisky nur für Malt Whisky und nicht für Blended Whisky verwenden zu dürfen wurden angestellt. Dies wurde im Jahr 1909 durch einen Beschluss verhindert und 1952 auch gesetzlich festgelegt. Ebenfalls 1909 wurden in Amerika Normen für die Whiskyherstellung gesetzlich geregelt.

 

Nicht nur in Irland florierte die Whiskyherstellung. Nichtsdestotrotz machte Irland und dessen Whiskyproduktion der Unabhängigkeitskrieg gegen England und der erste Weltkrieg, der auch andere Nationen betraf, schwer zu schaffen. Nach dem ersten Weltkrieg wurde um zusätzliche Einnahmequellen zu lukrieren auch wieder eine höhere Steuer auf Whisky erhoben.

 

In den USA entwickelte sich der amerikanische Whiskey zu einem Exportschlager. Diese Entwicklung wurde jedoch 1919 durch die Durchsetzung der Prohibition, also dem Verbot Alkohol zu konsumieren, ein Dämpfer versetzt. Während für den kanadischen Whiskey die Prohibition mit einer explosionsartigen Steigerung der Whiskyproduktion einherging, stiegen in den USA die Schwarzarbeit und der illegale Handel mit Whiskey stark an. Die Anzahl an amerikanischen Destillerien nahm sehr stark ab.

 

Erst relativ spät, im Jahr 1924, kam die Leidenschaft zum Whisky durch Masataka Taketsuru nach Japan. Taketsuru wurde im Auftrag einer Firma, welche plante Whisky zu produzieren, nach Schottland geschickt. Er brachte so das nötige Wissen ins Land und wird deswegen auch als der Vater des ersten japanischen Whiskys bezeichnet.

 

In den USA halfen 1933 die Stimmen, welche durch das Versprechen die Prohibition aufzuheben gewonnen wurden, Franklin D. Roosevelt zum Wahlsieg und machten ihn zum Präsidenten.

 

In Europa verhalf die Aufhebung der Prohibition der Whiskyproduktion ebenfalls zu einem einen Aufschwung. Letztendlich stoppte jedoch der zweite Weltkrieg diese Entwicklung. In Irland war die Lage so dramatisch, dass sich 1966 die übrig gebliebenen Destillerien zu „Irish Distillers“ zusammenschlossen. Welche 1988 von der französischen Konzern Pernod Ricard übernommen wurde.